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Peissenberg-Nord

Station Unterpeißenberg (Peißenberg-Nord) einst und jetzt

Als am 01. Februar 1866 die Strecke von Weilheim nach Unterpeißenberg in Betrieb ging, herrschte in Unterpeißenberg reger Eisenbahnbetrieb. Die Grubenverwaltung von Hohenpeißenberg ließ an dieser Station ihre Pechkohle auf Schienen verladen, die mit Pferdefuhrwerken angefahren wurden. Als sich dies zu Umständlich zeigte, wurde die Bahnlinie am 01. August 1875 nach Sulz - dem heutigen Bahnhof Peißenberg - um 2,7 km verlängert. Zuerst diente die verlängerte Strecke nur dem Werksverkehr der Grubenverwaltung. Erst am 15. September 1880 wurde die Strecke für den Personenverkehr freigegeben. Dabei erhielt die Station "Sulz" den heutigen Namen "Peißenberg". Zur gleichen Zeit wurde die Station "Unterpeißenberg" in "Peißenberg-Nord" umbenannt. Wie an den meisten Haltestellen, so durfte auch an dieser Station keine Restauration fehlen, die sich einige Meter östlich vom Bahngleis befand.

        

Bild oben: Bahnsteig Richtung Weilheim                                               Bild oben: Bahnsteig Richtung Schongau

Als die Strecke nach Unterpeißenberg geplant wurde, denkt man schon weiter an die Zukunft. Einst sollte die Strecke nach Biessenhofen an die Ludwig-Süd-Bahn verlängert werden, um die damalige Verbindung München - Kempten - über Augsburg - erheblich zu verkürzen. Jedoch mit dem Bau der Linie München - Geltendorf - Buchloe war dieses Vorhaben hinfällig.

Bild oben: Gemauertes Wartehäuschen neben Bahnübergang, das den Mittelpunkt der beiden Bahnsteige bildet. (Stand Mai 2015)

Die Station Unterpeißenberg hatte einst viele Bauten. So gab es eine Lokremise und Laderampe im nördlichen Teil und im südlichen (Richtung Peißenberg) befand sich eine Torfhütte zum Heizen der Dampflokomotiven. Das Bild mit der großen Wiese zeigt die Größe des ehemaligen Bahngelände. Das Hauptgebäude, daß im Gebäude einen Vorplatz, Wartesaal, Expedition und einen Raum für den Stationsdiener hatte, existiert heute nicht mehr. Neben dem Hauptgebäude befand sich der Königssalon, den Maximilian II. zum Aufenthalt bei seinen häufigen Besuchen von Schloß Neuschwanstein diente (nicht zu verwechseln mit Biessenhofen, wo König Ludwig neben dem Bahnhof seinen kleinen Königssalon hatte).

        

Bild oben: Haltestelle mit alter Haltestellenangabe                          Bild oben: Ehemaliges Gleisgelände für Kohleumladung

Peißenberg-Nord ist heute eine Haltestelle mit einem langen Bahnsteig, der in der Mitte von einem Straßenübergang getrennt wird. Der Übergang wird nur durch ein Blinklicht gesichert. An dieser Haltestelle hält jeder Zug von und nach Weilheim. Da der Bahnsteig durch einen Übergang getrennt ist, hält jeweils der Zug nach dem Bahnübergang, so wie in Peiting Nord. Das Wartehäuschen, mit Fahrkartenautomat besteht aus Beton.

Bild oben: Ein LINT41 der BRB fährt gerade in die Haltestelle Peißenberg-Nord Richtung Weilheim ein. Der Haltepunkt wird durch einen Bahnübergang getrennt. Die Züge halten immer nach dem Bahnübergang. Peißenberg-Nord hat Quasi zwei Bahnsteige.

Bild oben: Zustand Mai 2015

Bild oben: Zustand Mai 2015

Nach diesem Haltepunkt fällt die Strecke weiter bergab, geführt auf einem Damm Richtung Peißenberg. Auf den Weg zum Bahnhof Peißenberg geht es durch einen großen Einschnitt hindurch und anschließend auf einem Damm den Bahnhof entgegen.

 

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